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BeitragVerfasst: Mo 4. Dez 2017, 22:52 
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Registriert: Do 15. Jan 2015, 09:43
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Werte Kommandantin Flinkpfeil,

unsere schlimmsten Befürchtungen wurden nicht nur bestätigt, sondern weit übertroffen. Wir haben unter den Katakomben tatsächlich ein Portal gefunden - und eine schreckliche Wahrheit!

Wie von Euch genehmigt, haben Balthasar und ich uns von dem mädchenhaften Schattenwesen, das sich Dunkelheit nennt, in die Katakomben führen lassen, um das von der Dunkelheit erwähnte Portal zu untersuchen. Begleitet wurden wir von der Priesterin Calista, von Leiladriel Abendstern, Schwert des Barons von Halwian, und von Jarrgo und Melvain, zwei Gemeinen. Alle Beteiligten haben geschworen, niemandem von dem dieser Angelegenheit zu erzählen.

Der Weg war lang und führte uns tief unter den Estamere-See. Wir überwanden diverse Fallen und töteten zwei Finsterschwingen. An einer Stelle gingen wir durch einen Tunnel, der mit einem Kreis magischer Runen geziert war. Beim Durchschreiten dieser Runen schienen die Regeln des Diesseits aufgehoben. Wir vermuten, dass ab da unser Weg eine andere Domäne besuchte, wahrscheinlich die Feenwelt. An welcher Stelle wir diese wieder verließen, konnten wir nicht mit Sicherheit sagen. bis wir in einer riesigen Höhle tatsächlich auf ein Portal stießen. Das Portal sah nach Größe und Bauart einem Mondtor ähnlich, nur dass es mit anderen als den typischen drei Mondrunen versehen war. Ich möchte erwähnen, dass wir ohne die Führung der Dunkelheit dieses Portal nie erreicht hätten, sie zeigte uns den Weg, warnte uns vor Fallen und bewahrte uns einmal vor dem sicheren Tod. Ich habe eine grobe Skizze und Beschreibung des Hin- und Rückweges mit Warnungen und Umgehungsmöglichkeiten für die Hindernisse angefertigt. Ich bezweifele aber, dass jemand außer mir diesen Weg sicher wiederfinden würde, denn selbst ich könnte leicht fehlgehen.

Bei unserer Ankunft spielte sich vor dem geöffneten Portal die Szene einer erbitterten Schlacht ab. Angreifer wie Verteidiger waren Drachlinge. Drei Drachen kämpften auf Seiten der Angreifer. Die Verteidiger trugen das Wappen der Schwarzen Sonne. Die Angreifer trugen als Wappen den Feuerspeienden Drache Skalangor vor weißer Scheibe, welches unseren Bund schon so lange begleitet.

Es dauerte eine Zeit, bis wir erkannten, dass diese Szene sich nicht im Diesseits abspielte, sondern schon lange vergangen und ein Widerhall aus der Geisterwelt war. Tatsächlich lagen vor dem Portal nur die Knochen der schon längst gestorbenen Kämpfer. Auch war das Portal in Wirklichkeit verschlossen. Doch hinter dem magischen Schleier, der die Barriere zur dahinterliegenden Domäne bildet, war deutlich eine große, dunkele Gestalt zu erkennen, deren machvolle Präsenz selbst durch die Barriere spürbar war.

Dann und dort enthüllte uns die Dunkelheit ein entsetzliches Geheimnis. Sie erklärte, dass der Gefangene kein minderer sein als Turofandos, oberster Hohepriester der Schwarzen Sonne und Sohn unseres hochverehrten großen Drachens Skalangors sei. Mehr noch, sie, die Dunkelheit, sei die Tochter von Turofandos und der Schwarzen Sonne selbst.

Sollte die Worte der Dunkelheit stimmen, und ich zweifele nicht daran, zeigte die geisterhafte Szene einen der wichtigsten Momente in der Geschichte Lorakis dar. Wir wurden nachträglich Zeugen, wie wenige Tage vor dem Mondfall die Gegner der Schwarzen Sonnen deren Anhänger an der Schwelle zur Götterwelt besiegten. Sie konnten Turofandos, einen Halbgott, nicht töten, und so verschlossen sie das Portal. Und das, was wir als vier grossen Türme Halwians nutzen, sind in Wirklichkeit die vier Siegel, die Turofandos in der mystischen Domäne gefangen halten.

Diese Schlachtszene bedeutet aber auch etwas ganz anderes. Sie belegt, dass unsere alten Sagen wahr sind. Die letzten Überlebenden der Drachlinge, die Turofandos besiegten und die dem göttlichen Skalangor dienten, beauftragten die Vorfahren des Wächterbundes, die alte Heimat der Drachlinge zu schützen und jegliches Übel am Ausbruch zu hindern. Es ist ihr Wappen, das wir führen, sie sind die Vorgänger des Wächterbundes.

Es dauerte eine Weile, bis wir die Worte der Dunkelheit begriffen und die Fassung zurückerlangten. Bei all der Macht, die die Dunkelheit ausstrahlt und bereits gezeigt hat, und obwohl sie schon mehrere tausend Jahre alt ist, wirkt sie doch kindlich naiv, ganz ihrer Gestalt entsprechend. Sie gab offen zu, dass sie die Befreiung Turofandos und der Schwarzen Sonne wünsche. Das wir sie bisher immer als Gegnerin der Finsternis und Schützerin der Hilfsbedürftigen erlebt haben, vermieden wir die Konfrontation und versuchten ihr begreiflich zu machen, wie verheerend die Befreiung der Schwarzen Sonne oder auch nur Turofandos wäre. Die Dunkelheit hingegen war nicht zu überzeugen und wiederholte nur immer wieder, dass die Schwarze Sonne, ihre Mutter, nicht für die Finsternis, sondern wie auch sie selbst für die schützende Dunkelheit stehe. Aber selbst das Licht sei einer der Hauptaspekte der Schwarzen Sonne.

Bei der Durchsuchung der Knochen der gefallenen Drachen und Drachlinge fanden wir magisch leuchtende Edelsteine. Die in den Edelsteinen gebundener Verheerung belebte die Knochen, die sich zu einem untoten Konstrukt erhoben. Nur knapp und mit äußerster Anstrengung konnten wir dieses Konstrukt besiegen. Zuletzt war es wieder die Dunkelheit, die die Verheerung aus den Edelsteinen bannte und uns danach sicher an die Oberfläche zurückgeleitete.

Es ist klar, dass wir die Dunkelheit so gut es geht im Auge behalten müssen. Auch wenn sie auf der Seite der Feindin zu stehen scheint, rate ich aber stark davon ab, sie anzugreifen. Einerseits bezweifele ich, dass wir ihrer Macht wirklich etwas entgegenzusetzen hätten. Vor allem aber hat sie sich bisher immer sehr gutmütig verhalten und ich habe nie ein Zeichen von Arg in ihrem Wesen bemerkt. Ich kann nicht sagen warum, aber ich habe das tiefe Gefühl, dass wir der Dunkelheit durch unseren Mut, unsere Taten und nicht zuletzt durch unser Mitgefühl beweisen sollten, dass Lorakis heute zu Recht die Welt der freien Völker ist und die Herrschaft der Drachlinge und der Schwarzen Sonnen besser Vergangenheit bleiben sollte.

Ganz anders steht es allerdings um jene, die aktiv versuchen, die Siegel des Portals zu brechen. Wir wissen von der Dunkelheit um die vier Masken der Schwarzen Sonne, Götter, von denen eine die dunkle Göttin Uryat ist. Jede dieser Masken hat einen Diener nach Halvian gesandt, um die vier Türme zu zerstören und damit Turofandos zu befreien. Und jede dieser Masken hat seit je her einen Hohepriester, von dessen Verbleib wir nichts wissen. Ich war dabei, als diese Tat von der Eughos-Priesterin Iriane von Ioria während des Hebstfest prophezeit wurde. Es kann kein Zufall sein, dass die Dunkelheit gerade jetzt nach Halwian kam.

Ein ist deshalb dringend notwendig, neben der Göttin Uryat die anderen drei Masken der Schwarzen Sonne auszumachen. Wir kennen die Aspekte, die Uryat auszeichnen: Hochmut, Ehrlosigkeit, Verrat und Machtgier und auch die von ihr bevorzugten Magieschulen: Lichtmagie und Schattenmagie. Wie auch von der Dunkelheit erwähnt, sind Licht und Schatten wesentliche Merkmale der Schwarzen Sonne. Andere Götter mit ähnlichen Aspekten und Magieschulen wären also mögliche Kandidaten für die weiteren Masken. Leider verstehe ich mich nicht genug auf die vielen Götter der verschiedenen Lande um sagen zu können, welche Göttern das sein könnten. Ich hoffe, das uns dabei die Priesterschaft Halwians helfen kann. Mit einigen haben wir ja schon erfolgreich zusammengearbeitet.

Nach Angaben der Dunkelheit ist die Magie der vier Türme selbst für sie zu stark, um diese zu brechen. Aber kein Schloss ohne Schlüssel und wir kennen die Legende über Turofandos, den fünften Hohepriester der Scharzen Sonne:

Wenn das Feuer erlischt, das Wasser versiegt, der Wind verstummt und der Fels birst,
wird der Fünfte durch das Tor treten und die Schwarze Sonne befreien.


Die Dunkelheit zumindest ist überzeugt, dass auch ohne die Prophezeiung früher oder später in Erfüllung geht und die Siegel gebrochen werden. Wir müssen die vier Diener der schwarzen Sonne ausfindig machen und vernichten. Dazu müssen wir das Geheimnis der Türme unbedingt vor ihnen verstehen, um die Türme zu schützen und die Prophezeiung abzuwenden.


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