"Dae'cirollethien"

Vorstellung der Charaktere und NSCs
Casi
Beiträge: 356
Registriert: Di 17. Feb 2009, 15:34

Danke.“ Lehnt der Elf ab, nur knapp auf den Tee und seinen trüb-grünen Trank weisend.
Wo waren wir stehen geblieben, Meister Kogash?“, versucht er, den Faden des Gesprächs wieder aufzunehmen.
Tobias
Beiträge: 1258
Registriert: Di 6. Mär 2007, 11:56

"Bei der Frage der Loyalität. Und wem die Eure gilt. Insbesondere jetzt, da Ihr so unvermittelt in Geheimnisse hineingezogen wurdet, die eigentlich keine weitere Verbreitung finden sollten. Man sagt in Barsaive, ein Geheimnis bleibt nur so lange geheim, wie es nur einer Person bekannt ist. Sobald zwei Leute davon wissen besteht nur dann eine Möglichkeit das Geheimnis zu bewahren, wenn eine davon tot ist. Meiner Erfahrung nach ist nicht einmal das eine gute Methode. Es ist nicht einfach den Toten ihre Geheimnisse zu entreißen. Aber weit entfernt von unmöglich. Um so wichtiger ist es sicherzustellen, dass der Kreis der Eingeweihten klein bleibt und vor allem geschlossen bleibt. Ich weiß das ihr ein Adept seid. Ich habe außerdem bemerkt, dass ihr Einsicht in den Astralraum nehmen könnt. Eine Fähigkeit die meines Wissens nach nur den magischen Disziplinen offensteht und nicht einmal allen. Dazu dem Pfad des Dämonenjägers. Dem Ihr aber auch nicht zu folgen scheint. Prinzipiell bin ich gerne bereit den Namensgebern ihre Geheimnisse zu lasen, wenn sie nicht in meinen Schnüffeln. Aber in der vorliegenden Situation kann ich eure Geschichte und Fertigkeiten nicht einfach so ignorieren."
Casi
Beiträge: 356
Registriert: Di 17. Feb 2009, 15:34

Dae’cirollethien nickt. „So sollt Ihr auch erfahren, was Ihr wissen müsst, um meine Loyalität beurteilen zu können.
Der Beginn meiner Geschichte - und der Ort meiner Geburt - liegt weit von hier entfernt, weit im Nordwesten, viele, viele Hundert Meilen von der Barsaive’schen Heimat so vieler unserer Freunde hier entfernt.
Meine Eltern entstammten einer nicht unbedeutenden
Ranelle, aber ich war lange nicht ihr erstes Kind, und so durfte ich mich glücklich schätzen, als mich der Ruf ereilte, dem Pfad des Beschützers zu folgen. Obwohl er noch nicht so alt ist, wie die anderen Disziplinen, und er in den Augen mancher mit dem Makel, dass er aus der Plage geboren wurde, behaftet, ist, galt es als höchst ehrenvoll, über die Sicherheit der adligen Familien und ihrer Sprösslinge am Hofe meiner Heimat wachen zu dürfen, und meine Aufnahme in den Kreis der Wächter war Ausdruck eines Vertauens darauf, dass ich meine Verantwortung gegenüber unserer Gesellschaft erfüllen und ebenso die Angelegenheiten der Familien diskret behandeln würde.
Ebenso fleißig wie pflichtbewusst, lernte ich schnell, und mir wurde bereits früh eine verantwortungsvolle Position unter Meinesgleichen vorhergesagt.

Doch kein Namensgeber kann vorhersehen, was die Passionen für uns geplant haben. Ich hatte schon einige Jahre erfolgreich gedient, als ich die Verantwortung für einen neuen Schützling übertragen bekam, eine Tochter aus höherem, aus höchstem Hause, und, mehr noch, von höchster Schönheit. Ich wollte es mir selbst gegenüber nicht eingestehen, aber vom ersten Moment an, da ich sie sah, war ich ... ihr zutiefst verbunden.
Meine Pflichten erfüllte ich zunächst mit allergrößter Sorgfalt, doch Astendar muss andere Pläne für uns gehabt haben. Als ich schließlich herausfand, dass sie meine Gefühle erwiderte, war es der schönste Augenblick in meinem jungen Leben. Gleichzeitig war es aber auch schon der erste Schritt auf der Straße des Ruins.
Denn so sehr wir uns darauf auch konzentrierten, die in uns gesetzten Erwartungen der
Tuatha de Danaan, der Großen Familien, zu erfüllen und nicht zu enttäuschen, genauso sehr liefen wir unaufhaltsam darauf zu, was eigentlich nicht sein durfte.
Zwar hatte ich in meiner Position als wachendes Auge hinter den großen Figuren im Spiel der hohen Politik gelernt, Geheimnisse zu wahren, so dass unsere Liebe vor Entdeckung stets so sicher war, wie es unter den Umständen überhaupt möglich war. Doch dafür verlor ich bald die notwendige Distanz, die Gefahren für meine mir anvertraute Geliebte richtig einzuschätzen. Es ist schwerer, einen klaren Kopf zu behalten, wenn man alles zu verlieren hat ...

Es kam, wie es kommen musste: lange hatte ich meine Aufgabe gut erfüllt, doch ein Leben als Botschafterin an den Höfen der Lande im Westen - Vasgothia, Arancia, Talea, oder selbst am heimischen Hofe
Tir na nOgs - ist immer voller Gefahren. Ein Fehler kann dort den Tod bedeuten - mein Fehler, ihren Tod.

Hier unterbricht der Elf seinen bisher so kühl vorgebrachten Bericht, unfähig fortzufahren. Es dauert lange, bis er sich wieder fassen kann.



[Fortsetzung der Geschichte, in anderem Format und von einem anderen Erzähler: hier]
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