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 Betreff des Beitrags: Träume
BeitragVerfasst: Mo 18. Jul 2011, 02:02 
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Alyssa träumte
Luni wurde langsam groß. Das Einhorn tobte über die Wiesen vor Weißklippe, befreit, glücklich.
Alyssa saß im Gras und beobachtete sie. Das Tier kam zum Stehen und sah nach ihr. Mit glockenheller Stimme sagte sie “Fang mich, wenn du kannst!“
Alyssa lachte und sprang auf. Ein kleines Spiel, um von den Sorgen der vergangenen Wochen abzulenken. Sie jagte nach dem Einhorn.
Doch bald zog Nebel auf. Dichte Schwaden zogen über die Wiese und die Elfe zögerte, während Luni verschwand. “Fang mich!“ neckte das Einhorn und Alyssa folgte.
Nachdem sie minutenlang durch den Nebel irrte, entdeckte sie eine Mauer. Ein Haus. Langsam verzog sich der Nebel und bald schon stand sie allein auf einer gewaltigen Prachtstraße. Hohe Torbögen trennten die Straße von den dahinter liegenden Vierteln. Neben den Durchgängen befanden sich wundervolle Statuen und Skulpturen. Gewaltige Häuser und Pyramiden waren entlang der Straße zu sehen. Sie kannte diese Stadt, auch wenn sie erst einmal hier gewesen war: Parlainth.
Sie rief nach Luni, doch das Tier antwortete nicht.
Stattdessen erblickte sie eine große, dunkle Gestalt am Ende der Straße. Der schwarze Obsidianer! Ja Kae-Rik!
“Fang mich, wenn du kannst!“ spottete der Obsidianer.

Opal träumte
Opal saß auf der Wiese vor Weißklippe und dachte nach. Die Ereignisse der letzten Wochen beschäftigten sie noch immer. Ihr Tod, die Kämpfe und vor allem die Tricks des Puppenspielers beschäftigten sie.
Aus dem Augenwinkel sah sie Alyssa mit dem Einhorn über die Wiese toben. Unbekümmertheit. Endlich wieder. Opal lächelte.
Doch als sie erneut aufsah, waren Alyssa und Luni in einem dichten Nebel verschwunden. Besorgt stand Opal auf und suchte nach den beiden.
Bald schon befand sie sich in einer großen Stadt. Zunächst hielt sie es für Marrek, doch bald erkannte sie, daß sie sich in einem leeren Parlainth befand. Vor sich sah sie eine Bewegung, als eine kleine Gestalt, höchstens windlingsgroß um die Ecke schoß. Eilig folgte Opal, doch die Gestalt war verschwunden.
Stattdessen sah sie vorne an der Hauptstraße die Gestalt Ja Kae-Riks stehen. Zornig stürzte sie sich auf den Mörder und schlug mit bloßen Fäusten auf ihn ein.
Doch all ihre Schläge und Tritte, die selbst einen Drachen den Schädel gespalten hatten, prallten wirkungslos an dem Dunklen Obsidianer ab.
“Du kannst mich nicht mit Gewalt besiegen!“ lachte Ja Kae-Rik.

Nialle träumte
Nialle erwachte früh am Morgen, wie so oft in den letzten Wochen. Die Stadt, die niemals schlief war ungewöhnlich ruhig, selbst für diese Tageszeit. Sie stand auf und zog einen dünnen Mantel über ihr Nachtgewand. Dann trat sie aus ihr Zimmer und steuerte im Wohnraum den Balkon an. Kurz hielt sie inne und sah hinüber zu Torussians Schlafräume. Sollte sie ihn wecken, um die friedlichen Minuten des Morgens mit ihm zu teilen? Vom Balkon hatten sie einen herrlichen Blick auf die Gärten der Pyramide gegenüber.
Bevor sie eine Entscheidung treffen konnte, bemerkte sie eine Bewegung auf dem Balkon. Sofort bewegte sie sich darauf zu und öffnete die Türen.
Auf dem Geländer saß eine etwa windlingsgroße, grüne Gestalt mit dickem, runden Bauch, spitzen Ohren und einem grinsenden Mund.
Die Gestalt ließ sich plötzlich nach hinten fallen und stürzte in die Tiefe. Nialle eilte zum Geländer und sah ihm nach, doch konnte sie das Wesen nicht entdecken.
Stattdessen sah sie in den Gärten einen schwarzen Obsidianer stehen. Ja Kae-Rik! Er war in ein Gespräch vertieft mit einem Mann, den sie in den letzten Wochen ebenfalls hassen gelernt hatte. Es war der neue Gouverneur der Stadt, Demetrian, der Mann, der am liebsten die ganzen 'primitiven' Barsaiver versklaven wollte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Träume
BeitragVerfasst: Mo 18. Jul 2011, 02:03 
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Sinai träumte
Die kleine, dicke, grüne Gestalt tauchte plötzlich vor Sinai auf und starrte ihn an. Der Zwerg überlegte kurz, dann war er sicher, daß dies kein Namensgeber war und ihm fielen spontan drei Dämonenkonstrukte ein, die mit diesem Wesen Ähnlichkeit hatte. Dies bedeutete, daß es sich um ein Konstrukt handeln mußte! Manchmal war das Leben sehr einfach.
Der Zwerg hob seinen Hammer und rannte hinter der fliehenden Kreatur her.
Bald schon befand er sich in einer Stadt. Er wunderte sich kurz, dann jagte er weiter nach der Gestalt, die an der Ecke wartete.
“Halt! Ich bin kein Dämon!“ rief die Kreatur und der Zwerg stockte kurz. “Ich wollte dich nur hierher führen!“
Die Gestalt deutete auf den großen Platz am Fuße einer Pyramide hinter ihm, wo ein schwarzer Obsidianer stand. “Du wirst mich nicht aufhalten, Zwerg!“ donnerte Ja Kae-Riks Stimme.
“Werden wir sehen!“ knurrte der Zwerg und trat näher.
“Habe ich doch gern gemacht.“ quäkte die Kreatur. Der Zwerg hielt kurz inne, dann donnerte der Hammer auf die Kreatur hinunter.
“Arschloch...!“ stöhnte das Wesen.

M'erquori träumte
Die Feder war ein Meisterwerk und er hatte ihre Kräfte genutzt, um seine Träume wahr werden zu lassen. Die Taverne, wie sie ihm der Puppenspieler vorgespielt hatte, hatte bereits Gestalt angenommen. Die ersten Gäste waren bereits eingetroffen, doch sie waren ganz anders, als er sie sich vorgestellt hatte. Sie waren klein und grün, hatten pralle Bäuche, spitze Ohren und grinsten breit.
“Wer seid ihr?“ fragte er vorsichtig. “Was macht ihr hier?“
“Hah! Was machst du hier?“ kreischte eine der Gestalten. “Wir wohnen hier. Das ist unser Reich. Die Traumwelt gehört den Kobolden!“
Bevor M'erquori darauf antworten konnte ging die Tür auf und ein weiterer Gast trat ein.
Dies war ein einfacher Mensch, der in den braunen Roben eines Mönchs gekleidet war. M'erquori stutzte. Er kannte den Mönch. Vor wenigen Wochen waren sie in seinem Kloster in den Throalbergen gewesen.
“Was macht IHR hier?“ fragte er mißtrauisch.
“Ich hatte den Eindruck, ihr könntet ein wenig Hilfe gebrauchen“ antwortete Sorias ruhig. “Folgt mir.“
Mit einer einfachen Handbewegung des Mönchs begann die Taverne zu verschwimmen. Augenblicke später befanden sich M'erquori und Sorias mitten in Parlainth.

Alyssa, Opal, Nialle, Sinai und M'erquori träumten
Und plötzlich veränderte sich die Gegend erneut. Ja Kae-Rik verschwand. Stattdessen kamen die anderen um die Ecke und nahe der zentralen Pyramide trafen sie alle aufeinander.
Mit einiger Überraschung nahmen sie den Mönch an M'erquoris Seite zur Kenntnis. M'erquori nutzte die kurze Ablenkung, um die Feder in seiner Tasche verschwinden zu lassen.
“Ich weiß, ihr wundert euch. Und nein, ich bin kein Trick des Puppenspielers.“ sagte der Mönch.
“Ich habe euch hierher geführt, denn in Parlainth wird sich entscheiden, wie die Zukunft Barsaives aussehen wird.“
Er richtete sich dann an Nialle und Alyssa. “Euer Feind befindet sich in der Stadt. Er ist dabei, sich eine Machtbasis zu errichten. Er will euch die Suche nach dem Herz der Helden überlassen und euch anschließend die Schlüssel abjagen. Ich habe beobachtet, daß ihr ratlos seid. Doch ich warne euch. Wenn ihr den Mörder eurer Mutter angreift, werdet ihr den Kampf um Parlainth, vielleicht sogar um ganz Barsaive verlieren, auch wenn eure Rachegelüste befriedigt werden.
In dieser Schlacht gewinnt nicht der Stärkste, sondern der cleverste. Und deshalb ist es entscheidend, daß ihr alle zusammenhaltet."
Bei den letzten Worten sah er M'erquori streng an.

Dann wachten alle auf.

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 Betreff des Beitrags: Re: Träume
BeitragVerfasst: So 14. Aug 2011, 23:27 
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Sorias träumte und er hasste es...
Der alte Mann träumte nicht oft, aber wenn, dann bedeutete es meistens Unheil. Unheil für die Welt, für ihn oder seine Aufgabe. Und seine Träume wurden immer wahr.
Das war sein Fluch und sein Segen. Seit damals. Seit er erschaffen wurde.
Er sah die Stadt Parlainth aus einer Perspektive, die nur von einem Luftschiff aus möglich war. Seine Wahrnehmung schoss plötzlich auf die Pyramiden der Stadt zu und er sah seine Auserwählten, die sich nie wirklich viel um die Mission gekümmert hatten, für die er sie ausgewählt hatte. Für sie war die Suche beendet, da die Gefahr für das Herz längst behoben, der Puppenspieler besiegt war. Sie jagten den Obsidianer nur, um den Tod der Lady Abendstern zu rächen und wäre das erledigt, so würden sie zurückkehren und die Suche vollends aufgeben.
Dann sah er den Obsidianer selbst, der es sich in einer anderen Villa der Stadt bequem gemacht hatte. Auch Ja Kae-Rik hatte die Suche aufgegeben, wollte, den anderen die Arbeit überlassen.
Er sah den Schlüssel der Zwerge auf einen Tisch liegen und plötzlich begann dieser zu leuchten. In wenigen Sekunden stand Bromnak, der Waffenschmied im Raum und nahm den Schlüssel an sich. Das war ungewöhnlich. Seine Meister griffen selten direkt ein. Bromnak erklärte den verblüfften Obsidianer, daß er seine Suche zu lange eingestellt habe und er somit nicht würdig war, das Herz zu finden. Dann verschwand er zurück zu den Sternen.
Der Wächter des Herzens sah dies mit Erstaunen.
"Überrascht?" fragte eine Stimme hinter ihm. Er drehte sich um und sah eine kahlköpfige Gestalt in einer Kutte vor sich stehen. Die Kutte war einfach, wie seine eigene, doch der Träger war besonders. Zahlreiche Tätowierungen zierten fast jeden Flecken Haut, den Sorias erblicken konnte, das meiste davon Abbilder von Tieren. Auch die Augen waren besonders. Sie leuchteten in einem grünen Feuer. In der Hand hielt der Fremde einen Wanderstab, dessen Ende zur Schnitzerei eines Schlangenkopfes wurde. Um die Mundpartie trug er einen dünnen, schwarzen Bart.
Der Fremde lächelte bedrohlich.
"Ich sehe, Ihr seid schon wieder überrascht." sagte der Fremde. "Dachtet Ihr wirklich, Ihr seid der einzige, der durch Träume wandeln kann?"
"Wer seid Ihr?" fragte Sorias. In den vielen Tausend Jahren seiner Existenz als Wächter des Herzen der Helden, der wahren Essenz der namensgebenden Rassen, gab es selten Ereignisse, die ihn überraschten.
"Ich? Ich bin der Neue, derjenige, der ab hier übernimmt!" Während er die Worte sprach schossen grüne Schlangen aus dem Stab und wickelten sich um Sorias, banden seine Arme und Beine.
Ein lächerlicher Trick. Sorias konzentrierte seinen Willen, um die Bande abzuwerfen und war gedanklich schon dabei, seine Macht gegen den Angreifer zu richten.
Doch nichts geschah. Er konnte sich nicht rühren, nicht einmal den einfachsten Zauber wirken.
"Armer, kleiner Harrow. Tausende Jahre alt, voll unbeschreiblicher magischer Macht und ein einfacher Sterblicher kann dich so leicht überrumpeln." lachte der Fremde. Sorias warf sich gegen die Fesseln.
"Gib es auf. Ich kennen deinen wahren Namen und diese Fesseln sind extra auf dich abgerichtet. Du kannst sie nicht bezwingen. Die einzigen, die dich jetzt noch retten können, sind deine Auserwählten. Und um die werde ich mich schon kümmern, ich werde sie beschäftigen, damit sie meine Suche nicht stören. Wenn ich alle Schlüssel gefunden habe und beide Herzen in meinen Händen halte, werde ich mir eine nette kleine Aufgabe für dich in meiner Welt ausdenken.
Bis dahin bist du, Harrow, in diesem Kristall gebunden!"
Die letzten Worte sprach er deutlich lauter, wobei er einen Kristall aus seiner Tasche fischte.
Sorias schrie vor Wut als seine Essenz in den Kristall gezogen wurde.
Erst dann fiel ihm auf, daß der Fremde von beiden Herzen gesprochen hatte.

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