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 Betreff des Beitrags: Die Belagerung der Weißklippe
BeitragVerfasst: Di 28. Sep 2010, 18:56 
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Krisensitzung
19. Doddul 373

Bei allen Chaos, das über die Siedlungen an der Weißklippe gekommen war, funktionierte doch wenigstens die Organisation des Rates. Keine zwei Stunden nachdem die Nachricht vom Erscheinen der Throalischen Armee in den Ebenen des Südens die Runde machte, war der Rat bereits zu einer dringlichen Krisensitzung zusammengekommen.
Remiel Abendstern, Bürgermeister von Weißklippe, saß ungeduldig auf seinem Sessel und wartete. Jede Minute, die sie hier und jetzt verloren, war ein Gewinn für den Feind.
Natürlich kam Bariv Hartklinge, der Chef der Stadtwache, als letztes zur Versammlung. Der Zwerg wirkte gehetzt und ungewohnt nervös. Nun, er stand nun besonders in der Verantwortung. Er war es, der die Stadt vor den untoten und korrumpierten Horden des Dämons Knochenkrone schützen mußte.
Ein Platz blieb leer. Masarin Totenglocke hatte Remiel bereits vom Verrat Tak Barudins berichtet, hatte ihm von der Beschwörung von Anaros Schlange und der Befreiung Mograds erzählt, der seine Schwester Nialle ermordet hatte und die nur durch Masarins Magie wiederbelebt werden konnte. Mit einiger Erleichterung hatte Remiel die Nachricht vernommen, daß beide Schwestern am Leben waren. Doch der Schaden, den die Schlangen angerichtet hatten, war groß.
Kaum hatte sich die Tür hinter Hartklinge geschlossen, stand Remiel auf und eröffnete die Sitzung.
“Ich möchte keine unnötige Zeit verschwenden.“ sagte er. “Ihr alle wisst, daß die Armee des Dämons in der Ebene gesichtet wurde. Nach dem Bericht des Wachturms auf der Kuppel sind sie nur noch zwei oder drei Tagesmärsche von Weißklippe entfernt. Wir haben also wenig Zeit, uns vorzubereiten. General Hartklinge, wie sieht die Lage aus?“
Bariv Hartklinge hatte sich gar nicht erst gesetzt. “Der Angriff der Schlangen hat die Stadtwache schwer getroffen. Wir haben zahlreiche Tote und noch mehr Verletzte. Insgesamt haben wir vielleicht 300 Soldaten, die einsatzfähig sind. Rechnen wir die T'skrang und die Flüchtlinge, sowie die Orks mit, haben wir etwa 800 Mann. Auch wenn wir keine genauen Zahlen von unserem Feind haben, sind wir ihnen etwa 5:1 unterlegen.“
“Wir haben es versäumt, Schutzanlagen zu errichten!“ sagte Taena Eichenwanderer. “Unsere Siedlungen sind dem Feind schutzlos ausgeliefert!“
“Nein!“ sagte Remiel bestimmt. “Wir sind nicht schutzlos! Mit unseren Verbündeten, den Flüchtlingen aus Throal, den Donnerern, sowie den T'skrangdörfern der nahen Umgebung haben wir mehrere hundert Adepten zu unserer Verteidigung. Dies ist die Zeit für wahre Helden. Dies ist die Möglichkeit für uns alle, über uns hinauszuwachsen. Und jeder Mann, jede Frau und jedes Kind muß mithelfen. Dann können wir diesen Krieg gewinnen.“
“Wir kämpfen gegen Dämonen und ihre Konstrukte!“ warf Bariv ein. “Und auch wenn wir viele Adepten haben, lediglich die Flüchtlinge und die Orks haben tatsächliche Erfahrung mit dem Krieg.“
“Ich habe Geisterspäher ausgeschickt.“ sagte Masarin Totenglocke. “Ich habe mich nach ihrer Rückkehr vergewissert, daß sie frei von dämonischen Einflüssen sind. Alle Geister sind sich einig, daß wir es lediglich mit wenigen, sehr schwachen Dämonen zu tun haben. Der Großteil der feindlichen Armee besteht aus Konstrukten und markierten Namensgebern. Es ist ein Gegner, den wir besiegen können.“
“Und wie?“ fragte Taena Eichenwanderer skeptisch. “Die Siedlungen sind schutzlos.“
“Ich habe angeordnet, die Siedlungen zu evakuieren.“ unterbrach Bariv. Für gewöhnlich hätte ihm diese Unhöflichkeit einen bösen Blick der alten Elfe eingebracht, doch nicht heute. Heute war die Sorge größer als die Eitelkeit.
“Wir bringen die Leute zurück ins Kaer und versiegeln die Tore.“ beendete Bariv den Satz.
“Das wäre ein schwerer Fehler.“ sagte T'kal. “Die Schutzvorrichtungen sind weitestgehend aufgebraucht. Flüchten wir in das Kaer, sitzen wir wie Raten in der Falle und müssen die Tore auf engsten Raum gegen den Feind verteidigen. Ich empfehle, dem Feind auf offenem Feld zu begegnen.“
Bariv nickte. “Ich würde es begrüßen, wenn Ihr mir in dieser Krise zur Seite stehen würdet, Meister T'kal. Eure Erfahrung könnte in dieser Situation sehr wertvoll sein.“
T'kal sah hinüber zur Lahala, die kurz nickte, dann stimmte er zu.
“Doch was hindert diese Dämonen daran, an unseren Armeen vorbei nach Weißklippe zu stürmen?“ fragte Taena. “Ihr sagtet, sie sind uns zahlenmäßig weit überlegen.“
“Wir werden alle zusammenarbeiten müssen.“ sagte Remiel “Und wir brauchen Konzepte. Jeder Vorschlag ist willkommen!“
Wie auf das Stichwort öffneten sich die Türen zum Ratssaal und eine einzelne Gestalt in den braunen Roben eines Elementaristen betrat den Saal. Der alte Zwerg sah zornig aus und lief zielstrebig bis in die Mitte des Saales, wo er das Wort an den Bürgermeister richtete.
“Ich gratuliere!“ rief Junus Kupferberg. “Ich gratuliere zu dieser herausragenden Entscheidung, Bürgermeister Abendstern. Seit Jahren habe ich mich hier im Rat gegen die Öffnung der Tore ausgesprochen, da es noch zu früh dafür ist. Bis Ihr kamt! Und nun seht! Ich hatte recht! Nun muß Weißklippe den Preis für Eure Fehlentscheidung zahlen!“
“Ich denke nicht, daß dies der richtige Zeitpunkt...“ begann Remiel, doch der alte Zwerg fiel ihm ins Wort.
“Es gibt keinen anderen Zeitpunkt! Die Armee steht vor unseren Toren. Hunderte oder Tausende werden sterben oder sehen einem schlimmeren Schicksal entgegen. Wir können von Glück sagen, daß es sich kaum um Dämonen handelt, dort draußen.“
Er machte eine dramatische Pause.
“Ah, Euch gehörten also die Elementargeister, von denen meine Späher berichteten.“ sagte Masarin.
Junus funkelte den Geisterbeschwörer aufgebracht an, beschloß dann jedoch, ihn zu ignorieren.
“Aber ich habe die Lösung für Euer Problem.“ sagte er. “Wir haben keine Schutzmaßnahmen errichtet, dann wird es nun höchste Zeit. Wir müssen eine Mauer bauen!“
“Wir haben keine Zeit!“ sagte Yoshokar Waldsang. “Niemand kann eine Mauer errichten, bevor diese Kreaturen hier einfallen! Wir brauchen Wochen oder Monate dafür!“
Junus sah den Troubadour verächtlich an. “Wir brauchen vielleicht vier oder fünf Tage mit Hilfe der Erdelementare der Weißklippe.“ sagte er.
“Der Feind wird in zwei oder drei Tagen hier eintreffen.“ entgegnete Remiel.
“Dann werden wir uns eben Zeit erkaufen müssen.“ sagte Kupferberg. “Hartklinge, rüstet Eure Leute aus. Sie werden die Arbeiter beschützen müssen. Habactlik, Ihr und Eure Brüder kümmert Euch um den Berg. Lahala, sichert das Tal und das Kaer von Flußseite. Ich werde Euch die Mauer schaffen und zunächst werde ich die Mauer sein!“
“Ich denke, ich weiß, was Ihr vorhabt.“ sagte die Lahala nachdenklich. “Ich fürchte nur, daß diese Barrieren nicht lange genug erhalten bleiben. Und es ist auch sehr schwer, diese Zauber über solch eine große Fläche auszudehnen.“
“Lahala, vertraut mir. Das werde ich schaffen.“
“Es könnte Euch umbringen.“
“Möglich, aber für meine Heimat bin ich bereit, das zu riskieren. Ganz egal, was meine politischen Gegner behaupten!“
Ohne weiteres Wort drehte sich Kupferberg um und verließ den Raum.
“Ihr habt den Mann gehört.“ sagte die Lahala. “Wir haben viel zu tun.“
“Bariv, Ihr habt das Kommando über die Truppen, gemeinsam mit T'kal. Beratet Euch auch mit den Flüchtlingen aus Throal und mit den Donnerern.“ sagte Remiel. “Theberan, sorgt dafür, daß wir möglichst viele Arbeiter bekommen. Masarin, Ihr seid für die magische Verteidigung zuständig. Alle anderen, tut was Ihr könnt! Helft beim Bau der Mauer, versorgt die Verletzten, gebt dem Volk Mut! Wir alle müssen nun zusammenhalten! Sorgt dafür, daß es in den Lazaretten nicht an Heilmagie fehlt! Die Sitzung ist hiermit geschlossen!“

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Belagerung der Weißklippe
BeitragVerfasst: Do 30. Sep 2010, 22:50 
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Treffen der Generäle
19. Doddul 373

Bariv Hartklinge fühlte sich alt. Das Gewicht der Verantwortung lastete schwer auf ihm. Sein Herz raste, er atmete schwer und er verspürte eine völlig ungewohnte Unentschlossenheit. Er durfte keine Fehler machen! So viele Leben hingen von seinen Entscheidungen ab.
T'kal beobachtete den älteren Zwerg neben ihm mit Sorge, als sie durch die Straßen Weißklippes gingen.
Kaum war die Ratsversammlung beendet, da hatten die beiden obersten Generäle Boten ausgesendet, die ihre Offiziere, sowie die wichtigsten Anführer der throalischen Flüchtlinge, der Donnerer und auch den Vertreter von Iopos versammeln sollten. Eigentlich sollten beide zum Treffpunkt eilen, doch der Zwerg hatte einige Probleme mit dem T'skrang mitzuhalten.
“Was ist mit Euch?“ fragte T'kal.
“Ich fühle mich nicht gut.“ antwortete der Zwerg. “Die Aufregung, der Druck, macht mir zu schaffen.“ Er blieb nun stehen, um sich ein wenig auszuruhen.
T'kal trat zu ihm. “Ich verstehe Euch. Doch es ist nicht nur Euer Kampf, sondern der von uns allen. Wenn wir alle zusammenarbeiten, werden wir auch diesen Krieg überstehen.“
“Aber es sind Dämonen! Was sollen wir gegen diese Kreaturen ausrichten?“
“Dämonen sind ernstzunehmende Feinde.“ sagte der T'skrang ruhig. “Doch es gibt eine Sache, die sie noch mächtiger macht, als sie in Wahrheit sind: Die Furcht vor ihnen.
Versteht mich nicht falsch. Die Furcht vor den Dämonen ist durchaus berechtigt und wir dürfen diese Kreaturen nicht unterschätzen. Doch sie sind besiegbar. Sie können bluten und sie können sterben. Es ist unsere Aufgabe dies unseren Leuten zu beweisen!“

* * * * * * * * * *

Aus Amora's Inn wurde das Hauptquartier der Streitkräfte. Mehrere Tische waren zusammengeschoben worden, um auf ihnen Karten der näheren Umgebung auszubreiten.
Sonnenblume hatte die Taverne freundlicherweise geräumt. Es war der größte Raum für die Versammlung in den neuen Siedlungen. Von Amora selbst war nichts zu sehen gewesen.
Während Bariv Hartklinge erschöpft in einer Ecke saß, war es T'kal, der nun endgültig das Kommando übernommen hatte.
Ihm gegenüber standen Korvuk Donnerfaust, der Anführer der Donnerer, Varulus III., Prinz von Throal und die Schwestern Nialle und Alyssa Abendstern. Dagegen hielten sich Vaare Langzahn, die Kapitänin der Earthdawn und der Vertreter von Iopos, Japhet Denairastas deutlich zurück.
Letzterer stand am Fenster und schien sich mehr für die Topfpflanzen der Taverne zu interessieren und weniger für die Schlachttaktik.
“Junus Kupferberg will eine Mauer bauen lassen. Unsere erste Aufgabe wird sein, die Arbeiter zu beschützen.“ berichtete T'kal. “Laut den Berichten von Masarin Totenglocke haben wir es hauptsächlich mit Konstrukten und wenigen minderen Dämonen zu tun. Majestät, Ihr und Eure Leute habt am meisten Erfahrung mit diesen Kreaturen. Welche Vorgehensweise schlagt Ihr vor?“
“Auch wenn es nur mindere Dämonen sind,“ sagte Varulus, “so haben sie doch den Vorteil, daß sie durch den Astralraum reisen und hinter unseren Verteidigungsanlagen manifestieren können. Während wir auf den Schlachtfeld gegen die Dämonen kämpfen, könnten sie in den Straßen des Kaers auftauchen und Angst und Schrecken verbreiten.Wir brauchen daher auch dort Truppen, die die Bürger beschützen können.“
“Dafür haben wir zuwenig Leute.“ sagte Nialle.
Varulus nickte. “Deshalb sollten wir alles tun, um den Feind von Weißklippe fern halten.“
“Angriff ist die beste Verteidigung!“ stimmte Korvuk zu.
“Im Grunde ist das nicht Euer Krieg.“ sagte Varulus überraschend. “Wären wir nicht hier, hätte der Dämon nicht seine Truppen geschickt.“
“Es spielt keine Rolle, was gewesen wäre.“ sagte T'kal bestimmt. “Tatsache ist, sie sind hier und sie würden uns nicht verschonen, wenn sie Euch vernichtet haben. Es gibt ein altes Sprichwort der T'skrang, das sehr gut auf diese Situation zutrifft: Wir sitzen alle in einem Boot!“
“Wir haben zwei Vorteile.“ meldete sich Vaare Langzahn zu Wort. “Wir haben die Donnerer mit ihren schnellen Reittieren und wir haben wenigstens ein Luftschiff. Zwei, wenn Herr Denairastas mit seinen Leuten uns hilft.“
Japhet sah auf und wendete sich der Versammlung zu, plötzlich im Mittelpunkt des Interesses stehend. “Entschuldigt, Amora.“ murmelte er in Richtung der Pflanzen. “Ich muß arbeiten.“
Dann wandte sich Japhet den Generälen zu. “Nun, wir sind hier, um unseren Freunden aus Weißklippe zu helfen und auch unseren Freunden, die aus Throal fliehen mußten. Eure Majestät ist der rechtmäßige König Throals und wir werden ihm selbstverständlich helfen, seinen Thron zurück zu erlangen. Iopos freut sich, seinen magische Macht in den Dienst seiner Freunde zu stellen, so bescheiden unsere Möglichkeiten hier auch sind. Die Perle von Iopos wird der Earthdawn in dieser Schlacht zur Seite stehen.“
“Sehr gut.“ sagte T'kal. “Wir sollten diesen Trumpf aber nicht zu früh ausspielen.Wir werden unsere Truppen gut aufteilen müssen. Ein Teil der Stadtwachen bleibt in Weißklippe zurück und erhält Unterstützung durch die Magier- und die Geisterbeschwörergilde. Deren Aufgabe ist es, die Dämonen aus der Stadt zu halten. In Absprache mit General Hartklinge wird er diese Truppen befehligen.
Der Rest der Stadtwache wird in zwei Einheiten aufgeteilt. Eine Einheit steht unter meinem Kommando und hat als Hauptaufgabe, die Arbeiter zu beschützen. Die andere Einheit steht unter Befehl von General Nialle. Eure Aufgabe wird sein, gemeinsam mit den Truppen von Prinz Varulus den Feind auf Distanz zu halten. Meine Brüder werden die Siedlungen vom Flußseite verteidigen, während Häuptling Korvuk und seine Reiter als schnelle Einsatztruppe dient. Eure Kavallerie soll dort aushelfen, wo sie benötigt wird. Ihr habt außerdem die Aufgabe, mögliche Nachschubwege des Feindes zu unterbrechen. Unsere Luftwaffe halten wir zurück, bis der Feind bis auf eine Meile an den Siedlungen herangekommen ist. Ihr bekommt von den wenigen Luftseglern im Kaer Unterstützung.
Kommen wir zum Abschluß zu meiner Freundin Alyssa. Ihr werdet Euch eine Truppe zusammenstellen. Nehmt Euch Opal, Amora, M'erquori, Abraham und wen ihr noch benötigt. Ihr werdet die Gelegenheiten zu den großen Heldentaten bekommen und die Spezialaufgaben erhalten. Ihr werdet ebenfalls dort aushelfen, wo Ihr gebraucht werdet.
Gut. Jeder kennt seine Aufgabe. Dann auf! Das werden lange Tage!“
“General!“ sagte Japhet Denairastas mit einem Blick aus dem Fenster. “Ich glaube, Ihr bekommt gerade eine neue Einheit!“
In diesem Moment öffnete sich die Tür der Taverne und Karan trat ein, gefolgt von einem halben Dutzend Trollen. Weitere zwei Dutzend standen noch vor der Tür.
“Der Orden von Thystonius und seine Questoren melden sich zum Dienst, General!“ sagte der Obsidianer. “Wir werden unsere Passion ehren und den Leuten Mut schenken. Wir werden siegen!“
“WIR WERDEN SIEGEN!!!“ donnerten die Trolle als Antwort.

* * * * * * * * * *

“Die Stadt ist schutzlos.“ sagte Hak. “Der Meister wird zufrieden sein, vor allem, wenn wir ihm den Weg durch die Berge zeigen. Da nutzen ihnen die Aktivitäten auch nichts.“
Die Kreatur neben ihm sah den Menschen stumm und stupide an.
“Ihr Kadavermenschen seid wirklich lausige Gesprächspartner. Aber nach allem, was ich von dir gehört habe, warst du das zu Lebzeiten auch.“
Der Mensch kauerte sich wieder hinter den Felsen und beobachtete.
“Sieh an, sieh an. Sie haben tatsächlich Hoffnung, diese Schlacht zu gewinnen. Aber das werden sie nicht. Wir kennen jetzt den Weg durch das Gebirge und können ihnen in den Rücken fallen. Kommt Jungs! Der Boss wartet auf unsere Nachricht!“
Zufrieden wandte sich der Mensch den Weg zurück zu.
Plötzlich war etwas unter ihnen. Körper und Leichenteile flogen durch die Luft, Blut spritzte und lange vertrocknete Eingeweide klatschten auf den Boden.
Bevor Hak wußte, was geschehen war, wurde er mit voller Wucht in den Magen getroffen und ging zu Boden. Sofort war sein Gegner über ihn und zerschmetterte seinen Schädel mit einem mächtigen Kriegshammer.
“Gut, Sinai.“ sagte Abraham und wischte sich die Überreste der Kadavermenschen von seiner Kleidung. “Was haben wir heute gelernt?“
Der Zwerg grinste. “Kadavermenschen sind am gefährlichsten, wenn sie verwundet werden, aber wenn der Kopf ab ist, sind sie auch hinüber.“
“Gut, gut. Du scheinst auf einem guten Weg, Schüler. Laß uns für heute Feierabend machen.“

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Belagerung der Weißklippe
BeitragVerfasst: Sa 2. Okt 2010, 08:29 
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Alyssa nimmt diese befehle mit gemischten Gefühlen an. Klar hatte T´kal recht hier wurden Helden gebraucht und Legenden geschrieben. Aber er verlangte das Alyssa ihre Freunde mit nimmt. Klar Opal die unbesiegbare, auf die würde sie auch nicht verzichten wollen. Abraham und Sinai sehen das ja als ihre Pflicht diese Monster zu schlachten und sicherlich würden sie ihr nie verzeihen wenn sie nicht mit ihr gehen durften. Aber was ist mit den anderen Amora sie würde das nie verkraften und für diese Monster ist sie nur ein Leckerbissen im vorbeigehen. Hmm und M'erquori, der war schon Sauer genung auf sie aber das heißt noch lange nicht das sie sein Leben sinnlos riskieren wollte, währe der nicht in der 2 ten reihe bei den Magiern besser aufgehoben.

Den Rest ihrer Bekannten und Freunde machte ihr auch kaum sorgen. Klar war der Kleine Tinzo nicht der Kämpfer vor den Passionen, aber er war Soldat er ist ein hervorragender Scout und auch ein schneller Melder. Er wird seine Pflicht erfühlen. Das Wanderherz werde ich als 2 Scout mit nehmen niemand findet besser Möglichkeiten Feinde zu umgehen und da zu treffen wo er weh tut. Bleibt noch Oranor auch er ist ein Soldat und ein guter Kämpfer, er ist sowohl Schild für sich Selbst als auch für seine Kameraden. Ein mächtiger Schütze fehlt ihr hier noch, aber sie kannte keinen.

Ihr Blick wandert zu ihrer Schwester, sollte sie diese mit ihren Gedanken belästigen. Hatte diese nicht genug mit ihren Aufgaben zu tun. Ja das hatte sie, Alyssa ist schließlich nun General mit einer Wichtigen Aufgabe und die wird sie Erfühlen.

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Hausverbot ?! woher soll ich den wissen das man beim Paintball niemanden Messern darf ???

Mut ist der Zauber, der Träume wahr werden lässt


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Belagerung der Weißklippe
BeitragVerfasst: Sa 9. Okt 2010, 23:03 
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Die Mauer
19. Doddul 373

Junus Kupferberg hatte viele Jahre erlebt, 96 um genau zu sein. In all diesen Jahren hatte er stets den Schutz der Erde genossen, des Gesteins der Weißklippe, in die das Kaer einst gebaut worden war. In seiner Jugend hatte er, wie so viele andere auch, die Sicherheit des Kaers in Frage gestellt, hatte in Angst vor den Dämonen in der Welt außerhalb der Mauern gelebt.
Erst nachdem er seine Studien vertieft hatte, hatte er erfahren, daß der Schutz mehr als ausreichend war. Er selbst hatte mehr als einmal seine Macht dazu genutzt, die Schutzvorrichtungen zu stabilisieren.
Doch dann kam jenes letzte Jahr, in dem alles schief lief. Die Schule von Morgen mit einigen optimistischen Spinnern wurde gegründet und seine Macht im Kaer schwand. Seine Maßnahmen wurden immer drastischer, um seinen Einfluß zu erhalten, doch die jungen Wilden ließen sich davon nicht abschrecken. Die Tore wurden geöffnet.
Geöffnet in eine Welt, die sicher zu sein schien. Die Dämonen waren fort, so schien es, bis auf einige wenige, die sich in Höhlen versteckten und schnell zur Strecke gebracht wurden. Die Welt war riesig, fremdartig und wunderschön!
Sechs Monate hatten gereicht, um Junus Kupferberg zu überzeugen. Lebte er einst in Furcht vor dem Tag, an dem die Tore geöffnet werden würden, haßte er einst den neuen Rat für diese mutige, aber wahnwitzige Entscheidung, so hatte er in den letzten Monaten diese wilde Unordnung zu schätzen gelernt. Er kannte nun den Preis, um den es ging. Die Freiheit.
Und er wußte, daß er alles dafür tun würde, damit seine Familie in dieser Freiheit leben konnte.
Er wußte nun, daß es die richtige Entscheidung war, das Kaer zu verlassen und für diese Welt zu kämpfen. Natürlich würde er dies niemals zugeben.
Nun war der Zeitpunkt gekommen. Die Armee eines Dämons näherte sich.
Die einfachste Lösung wäre gewesen, sich zurück in das Kaer zu begeben und die Tore zu schließen. Doch würde dies den Erfolg bringen? Wäre es nicht eine Frage der Zeit, bis die feindliche Armee die Schutzvorrichtungen überwand?
Er hatte dem Rat eine Alternative präsentiert und obwohl sie skeptisch waren, hatten sie seinen Vorschlag akzeptiert. Ausgerechnet der verdammten Lahala hatte er dies zu verdanken, die hauptverantwortlich für den Verlust des letzten Fünkchens Macht Kupferbergs war. Sie war die einzige, die verstanden hatte, was er vorhatte und wieviel es ihn kosten konnte.
Kupferberg sah sich noch einmal in seinem Haus um. Er hatte seine beste Robe angelegt. Dann nahm er die Schriftrollen für das Ritual und verließ sein Heim.
“Nun, wenn ich sterben sollte, so sterbe ich zumindest in der Freiheit.“ murmelte er mehr zu sich, als zu seiner Familie, die ihn begleiteten.
“Ich bin sicher, du wirst wohlbehalten zurückkehren, Vater.“ sagte Mora, seine Tochter.
Der Alte nahm ihre Hand. “Die Mächte, die wir rufen werden, Liebes, fordern ihren Tribut. Wenn unser Feind es zuläßt, werde ich zurückkehren. Doch wenn er nicht aufgehalten werden kann, werden wir mehr opfern müssen, als uns lieb ist.“

* * * * * * * * * *
Fabeus Silberstein stand am Rande der Siedlungen und starrte auf die weite, ungeschützte Hügellandschaft vor ihm. Der alte Steinmetz war einer der ersten, die dem Ruf gefolgt waren, um die Mauer zu bauen, die Junus Kupferberg errichten wollte. Doch er hatte keine Ahnung, wie.
“Das ist unmöglich.“ sagte er leise. “Es wird Monate oder Jahre dauern, bis wir genügend Stein aus den Bergen herangeschafft haben, um auch nur das neue Weißklippe zu schützen.“
“Wir werden eine Mauer errichten, in wenigen Tagen.“ sagte eine Stimme hinter ihm. “Eine Mauer, die das ganze Tal und den Abendwald schützt, sowie den Berg, auf dem der Lebensfelsen liegt. Von Fluß zu Fluß.“
Die Idee, eine fast dreißig Kilometer lange Mauer in wenigen Tagen zu errichten, ließ Fabeus laut auflachen und er drehte sich um, um zu sehen, welcher Verrückte diese Behauptung gemacht hatte.
Das Lachen blieb ihm im Halse stecken, als er Junus Kupferberg in Begleitung von gut zwei Dutzend Mitgliedern der Elementaristengilde vor sich stehen sah.
Der alte Mann sah ihn tadelnd an.
“Wie wollt Ihr dieses Wunder vollbringen?“ fragte Fabeus leise.
Eine junge Zwergin, die zuvor weiter hinten bei den Novizen stand, trat vor. Fabeus erkannte Sibra, die Verlobte seines Neffen Sinai. Das Mädchen kam lächelnd auf ihn zu, während die restliche Gruppe sich weiter auf den Felsen zu bewegte.
“Elementarmagie.“ sagte Sibra, als sei damit schon alles erklärt.
“Ich verstehe nicht viel von Elementarmagie, Kind.“ sagte Fabeus. “Aber doch soviel, als daß ich weiß, daß selbst ein Elementargeist nicht so schnell eine Mauer dieses Ausmaßes errichten kann.“
“Wir reden aber nicht von einem Elementargeist. Auch nicht von zehn oder zwanzig Erdgeistern. Wir reden von zehn oder zwanzig Großen Elementaren. Und mehr als das. Meister Junus wird einen Geist um Hilfe bitten, der so mächtig ist, wie zwanzig Große Erdelementare: Den Geist der Weißklippe!“
Fabeus sah sie verwirrt an. Es war nur zu offensichtlich, daß er sich diese Macht nicht vorstellen konnte, die die Elementaristen rufen wollten. Er sollte bald verstehen.

* * * * * * * * * *
Junus hatte für die ungläubigen Blicke der Arbeiter nur ein mildes Lächeln übrig. Er war ganz auf seine Aufgabe fixiert. Es war alles andere als angenehm, einen derart mächtigen Geist zu rufen und er machte sich keinerlei Illusionen darüber, diesen kontrollieren zu wollen. Er war auf seine Mithilfe angewiesen und dies bedeutete, daß der Geist praktisch jeden Preis einfordern konnte. Eine Tatsache, die diesem mit Sicherheit bewußt war.
Er atmete tief durch. Seit den Jahren vor dem Bau des Kaers hatte niemand mehr gewagt, was er nun tun würde. Es war ein besonderer Moment. Wie viele Nicht-Obsidianer hatten jemals mit dem Geist eines Lebensfelsens kommuniziert? Irgendwie war er überrascht, daß Habactlik nicht durchschaut hatte, was er vorhatte. Oder hatte er es verstanden und stillschweigend seine Zustimmung gegeben?
Junus wußte es nicht und es spielte auch keine Rolle mehr. Es war zu spät für die Obsidianer, ihn jetzt noch aufzuhalten.
Er nahm die Schriftrolle mit der uralten Formel hervor, die seit Jahrhunderten im Besitz seiner Familie und eines der bestgehütetsten Geheimnisse des ganzen Kaers war. Mit ihr hatten seine Vorfahren einst Kontakt zum Geist aufgenommen und dessen Hilfe beim Bau des Kaers erhalten. Junus hoffte, der Geist würde heute ebenso hilfsbereit sein.
Er berührte den Fels, der bis hinauf zum Lebensfelsen aufstieg und spürte mit seinen astralen Sinnen nach dem Geist. Dann murmelte er die Formel. Er spürte die Fäden, die von der Schriftrolle in den Berg gingen, bis zum Geist und er zog an ihnen, erst ganz leicht, dann einmal fester.
In diesem Moment, als bei allen Obsidianern der Weißklippe die Alarmglocken schrillten, da ihr Lebensfelsen ihnen einen Angriff berichtete, rollte dem alten Zwerg die gewaltige Präsenz des uralten Geistes entgegen.

* * * * * * * * * * *
Als er den Hilferuf seines Lebensfelsens vernahm, verstand Habactlik endlich, was Junus vorhatte.
Er erinnerte sich nun vage an einem Vorfall, der mehr als fünfhundert Jahre her war, als er noch ein junger Obsidianer war, der gerade von seiner ersten längeren Reise durch die Welt zu seinem Lebensfelsen zurückgekehrt war. Damals hatte die Zauberer aus der alten Stadt Weißklippe es irgendwie geschafft, den Geist des Lebensfelsens zu rufen. Es war nicht viel geschehen, da die Zauberer lediglich den Geist um Erlaubnis baten, in seinem Schutz die drohende Plage zu überdauern, in seinem Berg ein Kaer zu errichten und dabei die Hilfe des Geistes erbaten. Doch es war ein Sakrileg gewesen. Etwas, was nie wieder geschehen durfte. Und heute geschah genau dies.
Habactlik wußte nicht, wie es Kupferberg möglich war, den Geist zu rufen und es spielte keine Rolle. Er mußte sich vergewissern, daß es sich tatsächlich um den Zwergen handelte und nicht um einen verfrühten Angriff der Dämonen. Er eilte sofort zum Fahrstuhl der Denairastas, um schnellstmöglich bei seinem Lebensfelsen zu sein. Von überall her folgten seine Brüder.

* * * * * * * * * *
Die Stimme des Geistes war wie Donnergrollen im Verstand des Zwerges. “Wer wagt es, mich zu rufen?“
“Mein Name ist Junus Kupferberg, ehrwürdiger Geist.“ sagte der Elementarist, wohl darauf bedacht den Wahren Namen des Geistes nicht auszusprechen. “Seit Jahrhunderten leben wir in unter deinem Schutz und jeder in Weißklippe ist dir dankbar, selbst wenn ihnen deine Präsenz gar nicht bewußt ist.“
“Ich weiß, wer ihr seid und ich habe euch bereits beim letzten Mal verboten, mich zu rufen!“ grollte der Geist zornig. “Man sollte annehmen, daß ihr das in dieser kurzen Zeit nicht vergesst!“
“Verzeiht, großer Geist. Ich hätte diesen Schritt nicht unternommen, wenn die Not nicht groß wäre.“ Junus vermied es, den Geist erklären zu wollen, daß jene, die ihn einst riefen seit Generationen tot waren. Der Geist würde es vermutlich ohnehin nicht begreifen. Erdgeister dachten in anderen Zeitmaßstäben. “Spürst du das Böse, das dort hinten hinter den Felsen liegt? Es kommt näher und es will uns und deine Kinder – und wenn es kann selbst dich verderben. Wir wollen es bekämpfen, doch wir sind ihnen schutzlos ausgeliefert.“
“Ich spüre das Böse dort. Was ist es, was du erbittest?“
“Ich möchte deine Erlaubnis, aus deiner Erde und deinem Stein eine Mauer zu errichten, die von dem Fluß auf deiner Rückseite bis hin zum Fluß auf der anderen Seite dieses Waldes reicht. Außerdem erbitte ich deine Hilfe, jene Mauer zu errichten, damit sie fertig ist, bevor das Böse hier ankommt.“
“Dieses Böse muß verschwinden!“ grollte der Geist. “Zum Glück ist es nie lange hier. Ich werde dir helfen, doch ich verlange einen Preis.“
“Alles hat seinen Preis!“ stimmte der Zwerg zu.
“Ruft mich nie wieder!“ grollte der Geist und mit einer Bewegung, die schneller war, als es Kupferberg je für möglich gehalten hätte, hatte er ihm das Papier mit der Formel aus den Händen gerissen.
“Als zweites fordere ich, daß dein Geist diese Mauer bewachen wird, sobald er deinen Körper verlässt. Du wirst meine Essenz bewachen und vor dem Bösen schützen.“
“Ich bin einverstanden!“
“Dann laß uns anfangen!“

* * * * * * * * * *
Fabeus Silberstein fielen beinahe die Augen aus dem Kopf und vielen anderen Arbeitern und Wachen, ja sogar mehreren der Zauberer ging es nicht anders. Aus dem Felsen traten plötzlich dutzende steinernde Wesen, die entfernt an Obsidianer erinnerten. Ein dutzend schwarzer Wesen überragte alles.
Die Wesen rissen Felsstücke aus dem Berg, trugen ihn meterweit ab. Der Felsen versank einfach im Boden und mit einer gewaltigen Geschwindigkeit entstand ein gewaltiger Erdwall, der sich entlang des Talrandes zog. Aus dem Erdwall brachen steinernde Mauern hervor und schossen zwanzig Schritt in die Höhe. Doch auch in den Bergen, wo der Pass hinüber zum Fluß lag, entstand eine gewaltige Mauer, die bis in den Fluß hinein führte. Dafür verschwand ein kleiner Teil der Weißklippe und schuf zwischen der Mauer und dem Felsen eine gut zwanzig Schritt breite Kluft.
Selbst Junus war überrascht, als er nur zwei Stunden später das Ergebnis betrachtete.
“Das ging schneller, als erwartet.“ sagte er erschöpft.
“Und was ist unsere Aufgabe?“ wollte Fabeus wissen.
“Zwei Dinge.“ antwortete Mora Kupferberg. “Die Mauer ist nur blanker Stein. Oben ist zwar ein Weg und es wurden in den Türmen Räume geschaffen, doch ihr müßt die Treppen schaffen, sowie die Räume bearbeiten. Die zweite Aufgabe ist es, ein Tor zu schaffen, das wir mühelos öffnen und schließen können. Die Schwerarbeit ist geschafft, ihr müßt die Feinarbeit übernehmen. Dann kann der Feind kommen.“

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Belagerung der Weißklippe
BeitragVerfasst: Mo 6. Dez 2010, 22:57 
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Wachdienst
1. Strassa 374
Den ganzen Morgen stand Nialle Abendstern auf der Mauer und sah über die Ebene, das Lager des Feindes immer im Auge. Hinter ihr, auf den Straßen von Weißklippe sammelten T'kal, Varulus und die anderen Generäle ihre Truppen. Vaare Langzahn und Japhet Denairastas machten die Luftschiffe kampffertig, während die Orks ihre Reittiere auf die alles entscheidende Schlacht vorbereiteten.
In wenigen Minuten würde die Schlacht beginnen. Der Feind war geschwächt und so hatten sie beschlossen, eine Entscheidung zu erzwingen. Bald würde sich entscheiden, wer leben und wer sterben würde. Welchem Schicksal würde sie entgegen gehen?
Nialle war nie jemand gewesen, der sich allzuviel Gedanken gemacht hatte, bevor es in einen Kampf ging. Natürlich war dies auch für sie der erste echte Krieg. Und dennoch. In all den Tagen zuvor war sie zuversichtlich und ein Vorbild für ihre Leute.
Das hatte sich seit heute Nacht geändert. Dank Alyssa.
Nialle fühlte sich unsicher, wie noch nie zuvor.
Ihr Blick fiel auf Abraham, der auf den untersten Stufen der Treppe zum Wehrgang saß und seine Waffen noch einmal inspizierte. Der Dämonenjäger war entschlossen, wie immer. Zweifel schien er nicht zu kennen - oder er war ein besserer Schauspieler, als Nialle erwartete.
"Es geht los!" sagte ein Soldat neben ihr. "Sie kommen näher!"
Nialle warf erneut einen Blick auf das ferne Lager und konnte mehrere Gestalten erkennen, die sich langsam näherten. Die feindlichen Generäle führten an der Spitze ihre Armee in die Schlacht.
Nialle erstarrte. Was sie sah, lähmte sie vor Schreck für einen augenblick. Der Feind hatte noch einmal Verstärkung erhalten. Alles würde viel schwieriger werden, als gedacht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Belagerung der Weißklippe
BeitragVerfasst: Mo 13. Dez 2010, 00:10 
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Registriert: Fr 16. Feb 2007, 14:39
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Wachdienst(2.Version)
1. Strassa 374
Nialle war nie jemand gewesen, der sich allzuviel Gedanken gemacht hatte, bevor es in einen Kampf ging. Natürlich war dies auch für sie der erste echte Krieg. Und dennoch. In all den Tagen zuvor war sie zuversichtlich und ein Vorbild für ihre Leute.
Das hatte sich seit heute Nacht geändert. Dank Alyssa.
Ihre kleine Schwester war von ihrer letzten Mission nicht zurückgekehrt!
Der Versuch, noch mehr Anführer des Feindes auszuschalten, war mutig und eigentlich nicht dumm gewesen. Doch etwas schien schief gelaufen zu sein. Hatte sie das Glück einmal zu viel herausgefordert?
Nialle fühlte sich unsicher, wie noch nie zuvor.
Ihr Blick fiel auf Abraham, der auf den untersten Stufen der Treppe zum Wehrgang saß und seine Waffen noch einmal inspizierte.
Wieviele Freunde und Verwandte hatte der Jäger bereits an die Dämonen verloren? Würde er ihre Sorgen verstehen? Kannte Abraham überhaupt das Konzept "Freund"?
"Es geht los!" sagte ein Soldat neben ihr. "Sie kommen näher!"
Nialle warf erneut einen Blick auf das ferne Lager und konnte mehrere Gestalten erkennen, die sich langsam näherten. Die feindlichen Generäle führten an der Spitze ihre Armee in die Schlacht.
Nialle erstarrte. Was sie sah, lähmte sie vor Entsetzen. Dort, an der Spitze der feindlichen Armee marschierten vier Gestalten, die sie nur zu gut erkannte: Sinai, Abrahams Schüler, ihre eigene Schülerin Opal, M'erquori und ihre Schwester Alyssa! Mit etwas Anstrengung konnte sie sogar die fliegenden Gestalten von Amora und Tinsoo erkennen. Gemeinsam mit den Dämonen griffen sie Weißklippe an!
"Sie wurden übernommen!" knurrte ein Gestalt neben ihr, wahrscheinlich die einzige, die nicht vor Entsetzen gelähmt war. Abraham!
"Nialle, T'kal! Beschäftigt sie. Ich werde mich zu dem Dämon durchkämpfen!"
Dann begann die Schlacht!

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